Eine Partnerschaft der Herzen

Ringsheim feierte das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Albigny mit Festakt, mit Reden und Begegnungen in der Familie

Gäste aus Albigny mit Ringsheimer Gastgeber

Vor 25 Jahren war die Gemeindepartnerschaft (Jumelage) mit dem französischen Albigny-sur-Saône entstanden. Das wurde am Wochenende gefeiert. Dazu waren gleich 121 Bürger aus Albigny angereist, darunter 25 Kinder. Vor einem Jahr war an die 25-jährige Partnerschaft in der Gemeinde nahe Lyon mit einem Fest erinnert worden. Der Grund für die zeitlich getrennten Feierlichkeiten: In Albigny-sur-Saône wurde die Partnerschaftsurkunde im April 1993 unterzeichnet, in Ringsheim 1994. Empfangen wurde die Delegation aus Albigny-sur-Saône am Samstag im Foyer der Kahlenberg-Halle. Dort sorgten zu Getränken und Häppchen der Spielmannszug und die Musikkapelle Ringsheim gemeinsam unter Leitung von Frederic Obergföll und der Seniorenchor mit Leiterin Angelika Heumann für den richtigen Ton. Der Chor stellte sogar eine neue, zweisprachige "Sinfonie der Partnerschaft" als Jumelage-Hymne vor, getextet von Martina Hog, vertont von Udo Goldschmidt: "Albigny liegt an der Saône und Ringsheim nah am Rhein....". Klar, auch die Europahymne "Freude schöner Götterfunken" durfte gesanglich nicht fehlen, bevor sich die Jumelage-Gäste erst mal in ihren privaten Unterkünften von der 450 Kilometer langen Anfahrt erholen konnten. Entspannt und bester Stimmung sah man sich abends im Bürgerhaus zum Festakt mit Abendessen wieder, samt zusätzlich 200 geladenen Ehrengästen, darunter auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner, die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Gentges und Honorarkonsul Michael Mack. Eröffnet wurde die Feier gesanglich von Jasmin Nopper und Michael Sauter. In seine Festansprache nahm Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber die Themen Brexit, zunehmend rechtspopulistische Regierungen und die weltpolitische Gesamtlage auf. Deshalb sei es besonders wichtig, Europa zu stärken, gemeinsam zu handeln und aufzutreten. In diesem Kontext seien lebendige Partnerschaften, die von Unten gewachsen und nicht nur formal geschlossen sind, wie eben diese zwischen Ringsheim und Albigny, auch so wichtig. Yves Chipier, einer der Stellvertreter von Albignys Bürgermeister Jean-Paul Colin, überbrachte dessen herzliche Grüße und Zuversicht, das fortan sich noch mehr Bürger in die Partnerschaft einbinden werden, als ohnehin schon.Nach dem Festmenü wirbelte das Showballett des Europa-Parks über die Bühne. Honorarkonsul Mack lobte ebenfalls die lebendige Jumelage als vorbildlich, bevor die Tanzband On-Air dazu einlud, sich nach dem Festessen die Beine zu vertreten. Am Sonntagvormittag machten die Gäste gemeinsam mit Bürgermeister Weber eine kleine Runde durchs Dorf, besichtigten Rathaus, Kirche und Kindertagesstätte, bevor sie sich auf den Fußweg durch Rebhügel zum Grillplatz am Kahlenberg machten.Bürgerhaus hat jetzt einen Albigny-SaalHier wartete ein Aperitif auf sie, denn anschließend füllte sich das Bürgerhaus wieder zum gemeinsamen Mittagessen mit ihren Gastfamilien. Da spielte nochmals die Musikkapelle auf, die Gruppe Albigny Danse begeisterte mit Country-Tänzen. Dann galt es, mit schon gepackten Koffern einen langen, herzlichen Abschied zu nehmen. A bientot – bis bald! Vor der Rückreise wurde noch ein oft genutzter Versammlungsraum im Bürgerhaus feierlich auf den Namen der Partnergemeinde getauft. Hier haben nun neben vielen Fotos auch alle Gastgeschenke der vergangenen 25 Freundschaftsjahre in einer Vitrine Platz gefunden, samt Original- Jumelageurkunde und dem neuesten Gastgeschenk – eine historischen Aufnahme von Albigny mit Chateau.
[Text: Badische Zeitung]

(Erstellt am 10. Oktober 2019)

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