Hemdklunkerumzug, Rathauserstürmung und Tanz

Der Hemdklunkerumzug am Schmutzige Dunschdig gehört zur jahrzehntelangen Tradition der Ringsheimer Narrenzunft Rämässer. Und der Zug hat schon immer um 19.01 Uhr beim Gasthaus s`Bahnhöfle begonnen und führte durchs Dorf bis zum Rathausplatz. Allen voran gingen die Musikkapelle und sorgte für Stimmung.

Am Rathaus wartete bereits Bürgermeister Pascal Weber im Kostüm eines Engels mit Heiligenschein, wohl wissend, dass ihm die Amtsenthebung bis zum Aschermittwoch blüht. Und so war es auch, unter dem Jubel der Hemdklunker wurde der Bürgermeister durch die Rämässerkönigin Ann-Kathrin I. (Göppert) entmachtet, der Rathausschlüssel ging in die Obhut der Zunft. Die Gemeindekasse wurde ebenfalls beschlagnahmt. Er werde seine Engelsflügel über den Ringsheimern ausbreiten, sagte Weber. Danach gab es für die Kinder reichlich Süßigkeiten. Nach dem Umzug wurde im Bürgerhaus noch lange getanzt und gefeiert. [Adelbert Mutz]

Ringsheimer Schule feiert am letzten Schultag Fasent

Am „Schmutzige Dunschdig“ kamen alle Ringsheimer Grundschüler ausnahmslos gerne in ihre Karl-Person-Schule, denn statt des Unterrichts wurde Fasent gefeiert. Das Alternativprogramm war am Vormittag ein Schul-Hemdklunker-Umzug durch das ganze Dorf mit den Kindern der Familienklassen, einschließlich des Schulleiters und der Lehrerinnen. Mit „Narri-Narro“, zogen die Hemdklunker als Piraten in die Dorfmitte. Anlaufstellen waren die Metzgerei Tischler, die Bäckerei Bosch und die Tagespflegestation im Seniorenheim auf dem Rathausplatz. Letzte Station war ein Besuch bei Bürgermeister Pascal Weber und den Mitarbeitern der Verwaltung im Rathaus. Mit Unterstützung der Ringsheimer Narrengruppe „Särgli-Hexe-Ringosheim“ wurde das Rathaus lauthals erstürmt. Der Bürgermeister war „vorgewarnt“ und bereitete den kleinen Narren einen herzlichen Empfang mit einer Limonaden-Getränke-Theke. Als Dank sangen die Kinder lauthals ihr Piratenlied. Die Rathausschlüssel gab der Schultes jedoch (noch) nicht heraus. [Adelbert Mutz]