Auch Ringsheim wird blumenbunt

Die Gemeinde Ringsheim beteiligt sich am Projekt „Blühender Naturpark“

Die Gruppe
Die Gruppe "Sonnenkind" der Kindertagesstätte nach der Aussaat mit Bürgermeister Weber

Seit 2016 engagieren sich der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und der Landesverband Badischer Imker im Rahmen des Projekts „Blühender Naturpark“ für mehr ökologische Vielfalt in der Region. Flächen werden mit gebietsheimischen Saatmischungen eingesät, damit darauf zahlreiche Wildblumenarten wachsen können. Rund 75 Städte, Gemeinden, Kreise und Unternehmen aus dem Naturpark haben seit dem Start im Jahr 2016 an dem Projekt teilgenommen - nun auch die Gemeinde Ringsheim.

Ein Kleinod und Kulturdenkmal ist die Johanneskapelle in Ringsheim. Mit großem Engagement wird diese vom Kulturkreis Ringsheim e.V. erhalten. Im Zuge der letzten Arbeiten am Baugebiet „Johannesgarten“ wurden am dortigen Weg zur Johanneskapelle viele Bäume gepflanzt. Die Grünfläche um die Bäume, entlang des Zugangsweges zur Johanneskapelle soll als ökologisch hochwertige „Bienen/Insektenweide“ bewirtschaftet werden. Die rund 1.200 Quadratmeter große Blühfläche wurde jetzt von Kindern der Kindertages­stätte Ringsheim eingesät. Vorbereitet wurde die Fläche von Mitarbeitern des Ringsheimer Bauhofes und Joachim Weber.

„Mit dem Projekt ‚Blühender Naturpark‘ soll der Naturpark blumenbunt werden und die Menschen für die Bedeutung unserer heimischen Insekten sensibilisiert werden“ schildert Naturpark-Projektmanagerin Lilli Wahli.

Bürgermeister Weber freut sich ganz besonders darüber, dass Kinder der Ringsheimer Kindertagesstätte sich an der Aussaataktion beteiligen. „Jedes Kind erhielt fürs Mitmachen eine Urkunde und ein Samentütchen. Es wird für die Kinder spannend sein, wie sich die Blumenwiese beim Kapellenweg entwickelt. Sie werden dann -wenn im Sommer Insekten über der Blumenwiese heimisch werden- stolz darauf sein, dass Sie an der Aktion beteiligt waren“ so Bürgermeister Weber.

In Deutschland gibt es 564 Arten von Bienen, die Honigbiene ist nur eine davon. Alles andere sind Wildbienen, darunter 32 Hummelarten. Über die Hälfte zählen zu den gefährdeten Arten. 147 Arten ernähren sich von einer einzigen Blütenart. „Schon deshalb ist die Artenvielfalt auch bei den Wildblumen wichtig. Bienen brauchen eine gesunde, durchmischte Natur, dann sind sie selbst gesund“, erklärte Manfred Kraft vom Landesverband Badischer Imker. Vielerorts sei die Artenvielfalt bei den Wildblumen durch moderne Landwirtschaft und intensive Pflege von Grünflächen stark zurückgegangen. Dies wirke sich auch auf die Vielfalt von wilden Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Faltern, Schmetterlingen und sogar Feldvögeln aus, so Kraft.

Neben Kommunen und Landkreisen können auch Unternehmen und Privatpersonen das Projekt als „Blumenwiesenpaten“ unterstützen. Weitere Informationen unter www.naturparkschwarzwald.de