Ein Weihnachtsmarkt mit Schmuddelwetter

Rund 30 Aussteller hatten sich zum 5. Ringsheimer Weihnachtsmarkt am 2. Advent am Bürgerhaus angemeldet. Auf Wunsch der Bevölkerung und von Standbetreibern wurde der bisherige zweite Standort auf dem Rathausplatz wegen zu großer räumlicher Entfernung aufgegeben. Trotz schlechter Wetterprognosen errichteten einige Standbetreiber ihre Pavillions auf dem Vorplatz des Bürgerhauses, wo Lichterketten für vorweihnachtliche Stimmung sorgten. Die restlichen Marktbeschicker bauten ihr Warenangebot im Bürgerhaus auf.

Nachdem eine heftige Windboe am Vormittag bereits ein paar Leichtpavillions zerlegte, entschloss man sich zum Plan B, der vorsorglich von der Organisatorin der Gemeindeverwaltung, Bianca Gerber-Chavez, vorbereitet war, und zog zum Teil ins Bürgerhaus um. Einige Standbetreiber trotzten dem Regenwetter und sorgten damit für ein wenig Marktstimmung auf dem Vorplatz. Angezogen von Glühwein- und Bratwurstduft, Weihnachtsgebäck, selbstgefertigten Waren, Schmuck und selbst gemalten Bildern, kamen dennoch viele Besucher nach Ringsheim. Die große Eisenbahnausstellung im Keller des Bürgerhauses zog sowohl Kinder als auch Erwachsene in ihren Bann. Zum Ringsheimer Weihnachtsmarkt gehört auch traditionell der Nikolaus, in dessen Rolle wieder Gemeinderat Martin Weber schlüpfte und Kinder mit Süßigkeiten beschenkte. Im Bürgerhaus selbst herrschte bei Kaffee und Kuchen dichtes Gedränge. Vor dem Haupteingang empfingen Frieda Hauser und Louisa Jolk, zwei junge Geigenspielerinnen, die Gäste mit Weihnachtsliedern. Gleiches tat die Musikkapelle unter der Leitung von Gerd Furtwängler im und vor dem Bürgerhaus. Um 19 Uhr packten die Standbetreiber ihre Waren bereits wieder zusammen, an den Glühweinstand verharrten noch einige Gäste im Gespräch und genossen noch den einen oder anderen Becher des würzigen Getränkes aus Rot- oder Weißwein.

Das Resumee der Organisatorin Gerber-Chavez tags darauf fiel dennoch positiv aus, wie sie auf Anfrage mitteilte. Das Wetter ist so wie es ist, aber mit dem Plan B wurde den Bedürfnissen der Markbeschicker Rechnung getragen. Die Rückmeldungen seien positiv gewesen. Nachdem im vergangenen Jahr durch Schnee, Regen und Matsch noch schlechtere Bedingungen herrschten, hoffen die Ringsheimer im kommenden Jahr wieder einmal auf winterliches Marktwetter, bei dem vielleicht der Pulverschnee unter der Fußsohle knirscht.

[Text und Bild von Adelbert Mutz]