Drei Tage Traumwetter beim Wein- und Gassenfest

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Sonne pur, aber eine Spur zu heiß! So könnte man den Verlauf des dreitägigen 41. Wein- und Gassenfestes als Resume festhalten, das am vergangenen Samstag mit dem Fassanstich von Bürgermeister Pascal Weber und der Rämässerkönigin Sophia Person begann und gestern Abend bei lauer Sommernacht zu Ende ging. Brütend heiß war es bei der Ferienquizverlosung auf dem Rathausplatz, von vielen Kindern herbeigesehnt, wo Eintrittskarten für den Europa-Park zu gewinnen waren. Nicht nur der Eisverkäufer auf dem Kirch- und Rathausplatz hatte über die Festtage alle Hände voll zu tun, alle Lauben waren während der Essenszeiten am Mittag und am Abend voll besetzt und das ganze Servicepersonal kam mächtig ins Schwitzen. Mit Einbruch der Dunkelheit spielte sich das Geschehen in der Hauptsache an den Getränkeständen auf den Straßen ab. Die Musikgruppen hielten die Stimmung bei den Besuchern hoch. An zwei Tagen unterhielt abends die „Cantina-Band“ unter der Leitung von Udo Goldschmidt die Gäste bei Laune, zum Frühschoppen am Sonntagvormittag waren es die „Feschdli-Bloser“ aus Grafenhausen, die mit einem unerschöpflichen Repertoire aus Marsch, Polka, Rock oder Pop alle Geschmäcker bedienten. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Skyline-Band mit der Ringsheimer Sängerin Sabrina Hog am Sonntagabend zuteil. Um einschätzen zu können, was die vielen Mitglieder der beteiligten Vereine leisten, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Rund 20 Helferinnen und Helfer sorgten in der profisorischen Musikerküche dafür, dass schmackhafte Speisen auf den Tisch kamen. Rindfleisch mit Meerrettichsoße ist das traditionelle Gericht der Musiker. Für die richtige Schärfe der Soße ist dort seit 10 Jahren Kuno Kölble zuständig. Einst war er aktiver Musiker, heute ist er noch im Vorstand des Vereins tätig. Etwa 50 bis 70 Liter Meerrettichsoße verfeinerte Kölbe die von der heimischen Metzgerei angelieferte Rohsoße während einer Schicht. Sie darf nicht zu scharf aber auch nicht zu mild sein, in der Nase muss die Soße kitzeln, wenn Tränen kommen, sei zu scharf, informiert der Fachmann für Meerrettichsoße. Am Abend hat Kölbe nach eigenen Angaben rund ein Liter Soße beim Abschmecken selbst probiert. Der Begriff „Vereinsgemeinschaft“ steht in Ringsheim nicht nur auf dem Papier, er wird gelebt, was sich gerade beim größten Fest des Jahres immer wieder zeigt. Wenn irgendwo ein Problem auftaucht, hilft man sich selbstverständlich aus. So zum Beispiel als bei der Albigny-Laube der Kühlschrank schlapp machte und einmal der Strom ausfiel. Die Kollegen der Narrenzunft waren sofort zur Stelle, brachten einen neuen Kühlschrank und legten später eine provisorische Stromleitung. Gespannt warteten Kinder am Montagmittag auf die Verlosung aus dem Quiz des 22. Ringsheimer Ferienprogrammes, das mit der Nachtwanderung auf den Heuberg am 27. Juli begann und am 30. August mit dem Thema „Triff den Bürgermeister“ zu Ende geht. Pascal Weber dankte allen Vereinen, Privatpersonen, Firmen und Unterstützern, sowie seiner Mitarbeiterin Melanie Kaufmann, die an Gestaltung und Durchführung der Verlosung beteiligt waren. Die Lose wurden von der „Losfee“ Philipp Maurer von der Gemeindeverwaltung gezogen. Sechs Eintrittskarten des Europa-Parkes und weitere Trostpreise wurden vergeben. Der erste Preis ging an das MädchenTeresa. Alles muss sich zunächst einmal setzen, dann werde man das Fest mit den Vereinen zusammen reflektieren, ob für das 42. Wein- und Gassenfest Veränderungsbedarf bestehe, wie der Bürgermeister schon im Vorfeld des Festes ankündigte. [Text und Bilder von Adelbert Mutz]