Ringsheimer Wasser hat sehr niedrigen Nitratgehalt

Mit einem Wert von 5,9 Milligramm Nitrat pro Liter hat das Ringsheimer Leitungswasser einen besonders niedrigen Wert. Das hat jetzt eine aktuelle Messung ergeben. Der für Trinkwasser in Deutschland geltende Grenzwert liegt bei 50 Milligramm Nitrat pro Liter. Damit zeigt sich erneut die hohe Qualität des Trinkwassers in Ringsheim und der südlichen Ortenau.

„Aufgrund der Lage unserer drei Tiefbrunnen im Bereich „Elzwiesen“ und „Feinschießen“ haben wir im Gebiet des Wasserversorgungsverbandes Südliche Ortenau keinerlei Probleme bei der Nitratbelastung des Wassers. Dort kommt uns die Nähe zum Naturschutzgebiet „Elzwiesen“, wo keine Düngung stattfindet, sehr zu gute. Das Gebiet wirkt wie ein natürlicher Filter. Das haben jetzt die Werte auch am neuen 3. Tiefbrunnen gezeigt. Auch die Wasserhärte ist bei uns vergleichsweise niedrig, so dass das Trinkwasser insgesamt als hervorragend bezeichnet werden kann“, so Pascal Weber, Vorsitzender des Wasserversorgungsverbandes Südliche Ortenau, der aus der aus der Stadt Ettenheim und der Gemeinde Ringsheim besteht. „Auch die Gemeinden Rust und Kappel-Grafenhausen sowie die Stadt Mahlberg profitieren von dem guten Wasser aus diesem Bereich, wir beliefern diese mit ausreichenden Mengen.“

Die Nitratbelastung im Grundwasser ist derzeit ein großes Thema der Wasserwirtschaft. 18 Prozent des Grundwassers in Deutschland hält den geltenden Schwellenwert von 50 Milligramm Nitrat je Liter nicht ein. Eine Ursache ist die stickstoffhaltige Düngung in der Landwirtschaft. Neben Mineraldünger werden Gülle aus Mastställen oder Biogasanlagen auf den Feldern ausgebracht. Der Anteil, den die Pflanzen nicht verbrauchen und der im Boden nicht durch Denitrifikation abgebaut wird, gelangt als Nitrat in das Grundwasser.