Bauarbeiten am Brunnengebäude „Nordwest“ beendet

 Mitarbeiterin Bettina Schlenker beim Tiefbrunnen Nordwest

Nach der Inbetriebnahme des dritten Trinkwasserbrunnes des Wasserversorgungsverbandes Südliche Ortenau waren auch Bau- und Umbauarbeiten am schon bestehenden Brunnen „Nordwest“ im Ruster Wald nötig. Die Bauarbeiten wurden jetzt ebenfalls beendet, das noch stehende Gerüst wird in den nächsten Tagen entfernt.

Zunächst wurde dort ein ca. 47t schweres Fertigteil aus Stahlbeton an das bestehende Gebäude angebaut. Dieses dient als Übergabestation zwischen dem „Nordwest“-Brunnen des Wasserversorgungsverbandes Südliche Ortenau (Ettenheim und Ringsheim) und dem Wasserversorgungsverband Kappel-Grafenhausen-Rust. Durch den neuen Gebäudeteil wurde genug Raum geschaffen, um die notwendige neue Elektro-, Mess-, Regel- und Steuertechnik, sowie die hydraulische Ausrüstung unterzubringen. Nach diesem Anbau bekam das gesamte Gebäude auch noch gleich ein neues Dach.

Bettina Schlenker, beim Wasserversorgungsverband Südliche Ortenau für die Finanzen zuständig, dazu: „Knapp 400.000 Euro wurden von beiden Verbänden zusammen in die Gebäudeerweiterung und -sanierung sowie insbesondere in neue Technik dort gesteckt. Jetzt sind auch dieses Brunnengebäude und die technische Ausstattung zukunftsweisend aufgestellt. Die beiden Verbände haben letztes Jahr vereinbart, dass wir als WVV SO uns um das gesamte Projekt federführend kümmern. Es war eine gute Zusammenarbeit zwischen den ausführenden Firmen, den Planern sowie insbesondere Herrn Udo Schneider von der Stadt Ettenheim, der bei unserem Verband den technischen Bereich koordiniert. Auch die Kollegen in Rust und Kappel-Grafenhausen haben uns bei Bedarf gut unterstützt.

Durch all diese Maßnahmen kann unser Verband dem Nachbarverband sowie dem Wasserpark/Kronasar insgesamt maximal 500.000 Kubikmeter weiches und nitratarmes Trinkwasser liefern. Die Menge wird derzeit durch die beiden Kunden noch nicht ausgeschöpft. Da sind noch Reserven, die auf deren Wunsch bzw. Notwendigkeiten zur Verfügung stehen“, so Bettina Schlenker abschließend.

Der WVV SO überlegt derzeit zusätzlich, ob am Brunnen Nordwest noch eine Möglichkeit geschaffen werden soll, bei technischen Störfällen an den anderen beiden Brunnen („West“ und „Süd“) Wasser aus dem Brunnen „Nordwest“ künftig in alle Richtungen pumpen zu können. Damit würde sich die Versorgungssicherheit für die Kommunen Ettenheim und Ringsheim nochmals erhöhen. Derzeit kann am Brunnen Nordwest nur Richtung Rust, Kappel-Grafenhausen und Rulantica/Kronasar gepumpt werden.

Um die Versorgungssicherheit der gesamten Region weiter zu sichern arbeitet der Wasserversorgungsverband Kappel-Grafenhausen-Rust an einem weiteren Brunnen, der in den kommenden Jahren dann zur Verfügung stehen soll, um den wachsenden Wasserbedarf zu sichern.