Renovierungs- und Lärmschutzarbeiten im Kindergarten abgeschlossen, Ganztagesbetreuung kann starten

KiTa-Leitung Nicole Faas und Architekt Oliver Faas
KiTa-Leitung Nicole Faas und Architekt Oliver Faas

Zwei Gruppenräume im Erd- und Obergeschoss des Ringsheimer Kindergartens sowie das Essensbistro und der Personalraum sind über die Pfingstferien teilweise saniert und mit Lärmschutzdecken ausgestattet worden. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen und konnten wieder in Betrieb genommen werden.

Die Leiterin der Einrichtung, Frau Nicole Faas, zeigte sich über die durchgeführten Maßnahmen sehr erfreut: „Mit den jetzt umgebauten und teilweise sanierten Räumen sind wir für die anstehende Ganztagesbetreuung für Kinder über 3 Jahren ab September gut aufgestellt. Insbesondere die installierte Lärmschutzdecke hilft uns bei unserer Arbeit sehr. Das haben wir jetzt schon in den ersten Tagen seit der Anbringung der Lärmschutzelemente gemerkt. Das ist gut für die Kinder, aber auch für uns Erzieherinnen. Ich danke der Gemeinde dafür herzlich.“

Insgesamt ca. 30.000 Euro wurden jetzt in den Kindergarten investiert. Der Betrag lag damit unter der Kostenschätzung von Architekt Oliver Faas. Im kommenden Jahr sollen dann, so das Ziel der Gemeindeverwaltung, auch die restlichen Räume im katholischen Kindergarten mit Lärmschutzdecken ausgestattet werden.

Bürgermeister Pascal Weber ergänzt dazu: „Die Kinderbetreuung ist für den Gemeinderat und mich als Bürgermeister ein zentrales und wichtiges Thema das uns sehr am Herzen liegt. Mit der Schaffung von Ganztagesplätzen für Kinder über 3 Jahre zum kommenden September und den jetzt dafür durchgeführten Bauarbeiten haben wir wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Im nächsten Kindergartenjahr sind schon wieder alle Plätze sowohl im Kindergarten als auch in der KiTa restlos voll belegt. Teilweise müssen Eltern einige Monate auf einen Platz warten. Hier werden wir wieder tätig werden müssen, damit mittelfristig alle kleinen Ringsheimerinnen und Ringsheimer einen Platz erhalten können. Gleichzeitig müssen wir als Gemeinde aber auch immer die Kosten im Auge haben. Die laufenden Kosten für die Kindertageseinrichtungen sind mit jährlich fast 700.000 Euro unser zweitgrößter Posten im Gemeindehaushalt und dieser steigt immer weiter. Die Elternbeiträge decken dabei nur ca. 17% der Kosten. Wir fordern von Bund und Land höhere Finanzzuweisungen, nicht immer nur neue Versprechen an Eltern und Anspruchssteigerungen wie z.B. das jetzt wieder im Raum stehende „Gute-KiTa-Gesetz“. Gleichzeitig haben wir dann in Baden-Württemberg auch noch die Diskussion um die Beitragsfreiheit.“ Das hört sich als Bund und Land immer gut an, auch ich würde mich ja grundsätzlich für die Eltern freuen. Finanzieren sollen es aber wieder zum großen Teil die Gemeinden. Das kann so nicht sein und schon gar nicht dauerhaft bleiben“, so der Bürgermeister.

Der Ringsheimer Kindergarten (für Kinder über 3 Jahre) sowie die angeschlossene Kindertagesstätte (für Kinder unter 3 Jahre) werden von der katholischen Seelsorgeeinheit Rust betrieben, die Gemeinde Ringsheim beteiligt sich an den dort entstehenden laufenden Kosten (Personal, Verwaltung, Sachkosten) mit knapp 90%. Die für Kindergarten und KiTa genutzten beiden Gebäude an der Hausener Straße gehören der Gemeinde Ringsheim und werden auch von dieser komplett unterhalten.