ZVT-Bürgermeister fordern Hilfe für Tourismus-Branche

Insbesondere die Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und Ferienwohnungen sind im Fokus. Die ZVT-Bürgermeister fordern bessere Hilfe und Planungsstrategien für die Tourismus-Branche.
 

Die Bürgermeister der ZVT-Gemeinden Rust und Ringsheim, Dr. Kai-Achim Klare und Pascal Weber haben sich mit einem Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landes-Tourismusminister Guido Wolf gewandt.
 
Bürgermeister Dr. Klare: „Schon durch den ersten Lockdown im Frühjahr 2020 und die Beschränkungen im Sommer haben unsere touristischen Betriebe erhebliche Verluste erlitten. Mittlerweile befinden wir uns nach einem Lockdown-Light im November wieder in einer kompletten Schließung des öffentlichen Lebens. Die Hoffnung in allen dem Tourismus angeschlossen Geschäftszweigen auf eine zumindest eingeschränkte Wintersaison sind aktuell hinfällig. Dies betrifft im Weiteren auch die unzähligen Dienstleister und Handwerker, die mittelbar vom Gastgewerbe abhängig sind. Damit stellt sich die dringende Frage, wie diesen Betrieben bei der Aussicht auf weitere Monate komplett ohne Einnahmen bis ins Frühjahr eine Brücke gebaut werden kann.“
 
Die Bürgermeister bitten das Land in Ihrem Brief unter Zugrundelegung unterschiedlicher Szenarien (Lockdown / Lockdown-Light / Öffnung) sobald möglich Hilfsprogramme und Strategien mit den kommunalen Spitzenverbänden, aber auch mit den regionalen touristischen Zusammenschlüssen zu erarbeiten. „Diese kennen die lokalen Strukturen und Bedürfnisse“, so beide Bürgermeister.
 
Bürgermeister Pascal Weber nimmt auch die Gruppe der kleineren Beherbergungsbetriebe und Ferienwohnungsbesitzer in den Blick: „Aus vielen Gesprächen in unseren Gemeinden wissen wir, dass mittlerweile in vielen Betrieben die Reserven aufgebraucht sind. Es stehen Existenzen und die Grundstruktur des familiär-mittelständisch geprägten Tourismus auf dem Spiel und damit tausende Arbeitsplätze, auch in unseren Gemeinden. Viele Betriebsarten konnten jedoch von den bisherigen Hilfeleistungen nicht oder nur sehr eingeschränkt profitieren, wie etwa Ferienwohnungen, die unseres Wissens bisher aus nahezu allen Förderrastern herausgefallen sind.
 
Bei beiden Bürgermeister besteht dennoch weiterhin große Anerkennung für das, was Bund und Länder geleistet haben. Für die touristischen Betriebe ist allerdings der Punkt erreicht, an dem es dringend einer Handreichung bedarf, die Planungssicherheit mindestens bis zum Beginn des zweiten Quartals gibt, in dem durch den Impfstoff und witterungsbedingt auf eine Entspannung zumindest gehofft werden kann

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