Pfarrhaus-Sanierung abgeschlossen

„Schmuckstückchen“ in der Ortsmitte geworden
 
Im Rahmen einer kleinen Feier im Kreise der Handwerker, Gemeinderäte, Gemeindemitarbeiter und einigen geladenen Gästen konnten Bürgermeister Pascal Weber und Architekt Bernd Billharz nun das frisch sanierte Pfarrhaus wieder zur Nutzung freigeben. Die Sanierung des Hauptgebäudes ist nun erfolgreich abgeschlossen.

2024 hatte die Gemeinde das Gebäude von der katholischen Kirche erworben um es dauerhaft für die Öffentlichkeit zu erhalten. Gleich nach dem Eigentumsübergang Anfang 2025 starteten die Planungen, das Haus denkmalgerecht aber gleichzeitig modern zu sanieren. Die grundsätzliche Bausubstanz sowie die Versorgungsleitungen waren/sind noch gut, stellte sich schnell heraus. So konnten die Sanierung im überschaubaren Maßstab gehalten werden.
 
Planer Bernd Billharz, der die Sanierung in Zusammenarbeit mit den Gemeinde-Bauamt verantwortete ergänzte: „Es ist gelungen, das Gebäude denkmalgerecht zu sanieren und dabei hochwertig auszustatten. Ein Beispiel ist der handgefertigte Eichen-Kassetten-Parkettboden im Pfarrsaal. In den anderen Räumen haben wir die schönen Parkettböden bestens aufgearbeitet. Ich danke den Firmen, die gut im Zeitplan und unter dem Kostenplan gearbeitet haben. Alle übrigens aus der Region. Danke auch der Gemeinde, die Zusammenarbeit lief reibungslos und unkompliziert.“
 
Am Dach des Gebäudes wurden die Fenster, Teile der Dacheindeckung und des Traufgesimses erneuert. Das Gebäude wurde komplett neu gestrichen und mit neuen, grauen Fensterläden versehen. Auch eine Vielzahl an Fenstern wurden optikgleich ausgetauscht.
 
Im Innenbereich wurden alle Räume frisch gestrichen, in einigen Zimmern die historischen Böden aufgearbeitet. Hinzu wurde der Brandschutz verbessert und das Gebäude mit dem gemeindeeinheitlichen Schließsystem, neuen Außentüren sowie neuen, energiesparenden Leuchten ausgestattet.
 
Größte Baustelle war dabei der große Pfarrsaal. Hier wurde der Unterbau des Bodens, der Boden selbst und die Raumgestaltung samt Möblierung, Beleuchtung und Inneneinrichtung komplett ausgetauscht. Weiter wurde modernste Präsentationstechnik für die angedachten öffentlichen Nutzungen wie Trauungen, Lesungen, Vorträge oder Versammlungen eingebaut.
 
Insgesamt rund 270.000 Euro hat die Gemeinde in die Sanierung investiert, davon erhält sie rund 50% Zuschuss von Land und Bund aus dem Sanierungsprogramm „WEP Ortsmitte Nord“.
 
„Auch hier hat die Gemeinde erneut unter Beweis gestellt, dass sie mit dem Förderrahmen des Sanierungsprogramms sorgfältig und erfolgreich umgeht, und dass in Ringsheim großartige Projekte zugunsten der kommunalen Infrastruktur umgesetzt werden. Bereits mehrfach das das zuständige Regierungspräsidium diese Erfolge in Ringsheim besonders gewürdigt“, so der sichtlich stolze Bürgermeister bei der Feierstunde.
 
Bei den kommenden Haushaltsberatungen solle über einen möglichen 2. Bauabschnitt auf dem Pfarrhaus-Areal, die Restaurierung der zum Pfarrhaus gehörenden Remise (Schopf) sowie des Pfarrgarten beraten werden. Ziel sei es, dort einen Raum für Garten- und Sektempfänge zu schaffen und die Bausubstanz zu erhalten. Mit der „Tabaklounge“ am 800-Jahr-Jubiläumsfest haben man dort einen guten Eindruck gewinnen können. Er schlage diese Sanierung vor, dann wäre das Ensemble komplett, so der Bürgermeister abschließend.

(Erstellt am 02. Oktober 2026)

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