Gemeinsame Pressemitteilung Stadt Ettenheim, Stadt Mahlberg, Gemeinde Kappel-Grafenhausen, Gemeinde Kippenheim, Gemeinde Rust, Gemeinde Ringsheim
Die Bürgermeister der Städte Ettenheim und Mahlberg sowie der Gemeinden Kappel-Grafenhausen, Kippenheim, Ringsheim und Rust bekräftigen ihre Unterstützung für den Bau der neuen Kreisstraße zwischen Ringsheim und Lahr (Variante 2). Aus ihrer Sicht besitzt das Vorhaben unverändert eine hohe verkehrliche und strukturelle Bedeutung für die Entwicklung der gesamten südlichen Ortenau.
Die Bürgermeister kommentieren die laufenden Diskussionen und Entscheidungsprozesse innerhalb des Lahrer Gemeinderates bewusst nicht. Sie möchten jedoch klarstellen, dass die in einzelnen öffentlichen Äußerungen entstandene Darstellung, auch die südlichen Kommunen hätten ihre Unterstützung für das Projekt in Frage gestellt, nicht den Tatsachen entspricht. Die Gemeinderatsbeschlüsse in den beteiligten Kommunen gelten unverändert.
Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz und Bürgermeister Philipp Klotz aus Kappel-Grafenhausen erklären: „Die neue Kreisstraße ist ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur für unsere Region. Deshalb halten wir an unserer Gemeinderatsbeschlüssen
fest.“
Ihr Amtskollege Pascal Weber aus Ringsheim stimmt dem zu und ergänzt: „Die Beschlusslage in Ringsheim hat sich nicht geändert. Wir stehen weiterhin zu dem gemeinsam vereinbarten Regionsprojekt, obwohl wir ja schon eine Ortsumgehung haben.“
Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz betont: „Wir haben das Projekt von Beginn an unterstützt und gleichzeitig unsere berechtigten Anforderungen an die Planung und Umsetzung formuliert. Dazu gehört der Blick auf Mehrbelastungen im Mahlberger „Schmiedeweg“. Die Stadt Mahlberg steht zum Projekt, lehnt gleichzeitig die wieder ins Spiel gebrachte verkürzte Variante 5 („nur“ bis zum Gewerbegebiet Kippenheim) weiterhin ab. Auch hier gibt es einen klaren Beschluss.
Matthias Gutbrod aus Kippenheim berichtet von vielen überraschten und frustrierten Anrufen von Bürgern in seinem Rathaus und stell fest: „Die Ortsdurchfahrt Kippenheim gehört zu den am stärksten belasteten Straßenabschnitten in der südlichen Ortenau. Eine spürbare Entlastung bleibt für viele Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung.“
Die regionale Dimension unterstreicht nochmal Bürgermeist Dr. Klare aus Rust: „Die neue Kreisstraße ist ein Infrastrukturprojekt für die gesamte südliche Ortenau. Sie verbessert die Erreichbarkeit von Wohn-, Arbeits- und Gewerbestandorten, entlastet Ortsdurchfahrten und stärkt die Leistungsfähigkeit unseres regionalen Verkehrsnetzes.“
Die Bürgermeister weisen darauf hin, dass die Bedeutung des Projekts auch durch das Land BadenWürttemberg unterstrichen wird. Der Neubau der Kreisstraße wurde in das Landesförderprogramm aufgenommen und erhält aufgrund seiner flächenschonenden und naturangepassten Planung sowie des erreichten Klimabonus eine Förderquote von 75 Prozent, wobei einzelne Streckenteile, wie z.B. im Mahlberger Gewerbegebiet im weiteren Planungsprozess weiter betrachtet werden müssen.
Darüber hinaus gewinnt die Straßenverbindung mit Blick auf die bevorstehenden Großprojekte der Verkehrsinfrastruktur weiter an Bedeutung. Der Aus- und Neubau der Rheintalbahn sowie die neue Güterzugstrecke entlang der Autobahn A5 werden die Region über viele Jahre hinweg begleiten und das bestehende Verkehrsnetz erheblich beanspruchen. Gerade in dieser Zeit sind leistungsfähige Straßenverbindungen wichtig, um die Erreichbarkeit der Kommunen, der Gewerbegebiete, des neuen Ortenau Klinikums sowie der touristischen Ziele in der südlichen Ortenau zuverlässig sicherzustellen.
Die Bürgermeister sind einig, dass die neue Kreisstraße ein wichtiger Baustein für eine leistungsfähige Infrastruktur in der südlichen Ortenau bleibt. Sie dient der Entlastung der Ortslagen, verbessert die Erreichbarkeit zentraler Einrichtungen, insbesondere der geplanten neuen Klinik in Lahr, und stärkt die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Tourismusstandorts. Deshalb sprechen sich die fünf Kommunen weiterhin für die Umsetzung der beschlossenen Planung bis hinter Langenwinkel aus (Variante 2).


