Umwelt- & Klimaschutz


Eine gesunde Umwelt und ein intaktes Klima sind Grundvoraussetzungen für die menschliche Existenz. In Ringsheim finden Sie noch eine intakte Natur- und Kulturlandschaft vor. Aber auch Klimaschutz wird im Ort groß geschrieben. Zahlreiche Umwelt- und Klimaschutzprojekte wurden bereits umgesetzt, weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. So übertrifft bei der Wärme die Gemeinde bereits heute die Klimaziele des Landes Baden-Württemberg.

Fernwärme

Fernwärme

Die Gemeinde Ringsheim verfügt über die zwei prinzipiell getrennten Fernwärmenetze „Limbach 1“ und „Limbach 2“. Das Netz „Limbach 1“ wurde 1997 in Betrieb genommen und verfügt über eine Netzlänge von 2.730 m, das Netz Limbach 2 (Baujahr 2005) über 1.730 m. Obgleich es sich um zwei getrennte Netze handelt, wurden diese durch zwei Bypässe verbunden.

Über 200 Haushalte in Ringsheim werden von der Gemeinde Ringsheim als Betreiber mittlerweile mit ökologischer Fernwärme versorgt. Weiter Informationen auf dieser Seite.

Photovoltaikanlagen

Photovoltaik

Die Gemeinde Ringsheim macht sich -wie viele andere Kommunen und Akteure- schon viele Jahre Gedanken um die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Dazu wurde bereits im Jahr 2016 die Erstellung einer Energiepotentialstudie bei der badenova AG & Co. KG beauftragt.

Damaliges Fazit der Studie: Die Gemeinde Ringsheim ist bereits in vielen Bereichen aktiv und kann weitere Klimaschutzpotenziale nutzen.

Die Bürgerinnen und Bürger sollen mit den jetzt erarbeiteten „Richtlinien zur Förderung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern“ informiert und motiviert werden, sich Gedanken über eine Investition in eine Photovoltaikanlage möglichst mit Batteriespeicher zu machen. Die Gemeinde möchte durch eine einfache, attraktive und bürokratiearmen Förderung unterstützen.

2500 Bäume für Ringsheim

Bäume

Der Gemeindetag Baden-Württemberg hat die landesweite Klimaschutzaktion „1.000 Bäume für 1.000 Kommunen“ gestartet. Ziel der Aktion ist, landesweit in tausend Städten und Gemeinden jeweils tausend neue Bäume zu pflanzen. Bäume spielen als Speicher des schädlichen Treibhausgases CO2 für das Klima eine zentrale Rolle. Der Schutz und die Erweiterung des Baumbestandes ist ein wichtiger Schritt, um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Bäume haben eine hohe Bedeutung zum Schutz unserer Lebensräume und bringen dabei noch eine Aufwertung des Ortsbildes mit sich.
 
Die Frage, wie man vor Ort gemeinsam klima- und ressourcenschonend leben kann, gehört ganz selbstverständlich zu den Aufgaben der Kommunalpolitik. Deshalb möchte sich die Gemeinde Ringsheim an der Aktion beteiligen und ein noch höheres Ziel erreichen. Bis zum Gemeindejubiläum 2026 soll für jede/n Einwohner/-in einen Baum, d.h. insgesamt mindestens 2.500 Bäume gepflanzt werden. Dies soll sowohl durch Pflanzungen auf privaten Grundstücken, als auch durch Pflanzungen im öffentlichen Grün sowie durch Waldpflanz­aktionen erreicht werden.
 
Gemeinsam mit Ihnen als Bürgerinnen und Bürgern möchte die Gemeinde Ringsheim aktiv werden. Deshalb hat der Gemeinderat Richtlinien (693,1 KB)beschlossen, wonach Ringsheimerinnen und Ringsheimern bis im Jahr 2026 kostenlos Bäume zur Verfügung gestellt werden.

In der 1. Bestellaktion im März 2020 wurden bereits über 200 Bäume geordert. Im Spätjahr 2020 wird die Aktion fortgeführt.

An dieser Stelle wird das aktuelle Bestellformular veröffentlicht.

Böschungspflege

Böschungspflege

Die Böschungen insbesondere am Kaiserberg werden von der Gemeinde Ringsheim jährlich gepflegt. Während der Flurbereinigungen in den 70er-Jahren wurden große Terrassen mit sehr hohen und steilen Böschungen angelegt.

Ziel ist es, dort eine landschaftsgerechte und ökologische Vielfalt an Arten und Pflanzen zu haben. Ohne Pflege bilden sich dichte Wälder, meist aus Robinien, Feldahorn, Hybridweiden oder Goldrute, die auch die Reben beschatten. Damit soll auch der Weinbau im Ort unterstützt werden.

Bienen- und Insektenweiden

Bienen- und Insektenweiden

Vermehrt werden in Ringsheim Bienen- und Insektenweisen angelegt, um diesen Tieren das Überleben in unserer Kulturlandschafts zu ermöglichen.

Im Zuge der letzten Arbeiten am Baugebiet „Johannesgarten“ wurden 2019 am dortigen Weg zur Johanneskapelle viele Bäume gepflanzt. Die Grünfläche um die Bäume, entlang des Zugangsweges zur Johanneskapelle soll als ökologisch hochwertige „Bienen/Insektenweide“ bewirtschaftet werden. Die rund 1.200 Quadratmeter große Blühfläche wurde von Kindern der Kindertagesstätte Ringsheim sowie dem kommunalen Bauhof eingesät.

Nistkästen

100 Nistkästen gebaut von Michael Müller, Michael Basler und Linus Rauer v.l.

100 Vogelnistkästen in Ringsheim, so lautete die Ankündigung von Bürgermeister Pascal Weber beim Neujahrsempfang Anfang Januar. Die Ringsheimer Hobby-Holzhandwerker Michael Basler, Michael Müller und Linus Rauer, (MiMiLi) nahmen sich dem Projekt ehrenamtlich an und bauten in kurzer Zeit 100 Nistkästen.

Die 100 Vogelnistkästen sind in den Farben der Gemeinde Ringsheim (gelb/grün) gestaltet und mit dem Gemeindelogo markiert.  „Die Nistkästen sind mit Nummern 1 – 100 versehen, um die Überwachung bei der notwendigen Pflege zu vereinfachen“ so Bürgermeister Weber. Die Kästen sind seit April in öffentlichen Grünanlagen, an den Bäumen im Straßenraum und an Gemeindegebäuden aufgehängt. 

Ringsheimer Bürgerinnen und Bürger konnten für 15,00 Euro/Stück Nistkästen bei der Gemeindeverwaltung bestellen.

Das Thema „Nistkästen“ wird auch im Sommerferien­programm der Gemeinde aufgegriffen. Kinder gemeinsam mit ihren Eltern könnten die Kästen zusammenbauen, bemalen und anschließend im heimischen Garten aufhängen. So würden auch die Jüngsten begeistert und für den Artenschutz gewonnen.

MiMiLi & Co übergibt weitere 40 Nistkästen

v.l. Linus Rauer, Michael Müller, Sven Keller, Michael Basler (MiMiLi &Co)

Im Spätsommer, wenn der letzte Vogelnachwuchs die Nistkästen verlassen hat, sollten die Kästen geöffnet und ausgefegt werden. Hierfür haben sich bereits Paten gemeldet, die sich um insgesamt 30 Nistkästen kümmern. Dafür an dieser Stelle ein ganz herzliches Danke schön! Wir freuen uns, wenn sich weitere Paten melden, die sich um Nistkästen annehmen. So hängen um die Kahlenberghalle 10 Stück, im Bereich der Herbolzheimer Straße 12 Stück. Auch in der Ortsmitte von Kindergarten bis Rathaus hängt eine „Nistkastengruppe“, die sich für eine Patenschaft anbietet.
 
Durch die Ringsheimer Nistkasten-Aktion wurden Bürgerinnen und Bürger motiviert, Nistkästen auch für ihren privaten Bereich bei der Gemeinde zu bestellen. MiMiLi hat deshalb ehrenamtlich weitere 40 Nistkästen gebaut, die von den Bürgerinnen und Bürgern selbst gestaltet werden können. Die bestellten Nistkästen können ab Donnerstag, 16. Juli 2020 beim Bürgerbüro im Rathaus abgeholt werden. Die Einnahmen aus dem Erlös (15,00 Euro/Stück) werden für weitere Arten- und Klimaschutzmaßnahmen der Gemeinde verwendet.
 
Die Gemeinde bedankt sich ganz herzlich bei der Arbeitsgruppe MiMiLi &Co (Michael Müller, Michael Basler, Linus Rauer, Sven Keller). Dieses ehrenamtliche Engagement für unsere Gemeinde und die Natur ist herausragend.

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen

Blühende Bäume

Als Ersatz- und ausgleichsmaßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit neuen Bau- und Gewerbegebieten wurden auf Ringsheimer Gemarkung zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt.

So wurden mehrere Flächen mit heimischen Streuobstbäumen bepflanzt und Ackerflächen wurden zu artenreichen Magerwiesen umgebaut. Die Renaturierung des Gewässers Obere Limbach wird in diesem Jahr erfolgen.
Auch ein ökologischer Waldumbau des gemeindlichen Auewaldes zwischen Ringsheim und Rust ist derzeit in Planung.

Naturschutzgebiet Elzwiesen

Naturschutzgebiet Elzwiesen

Die einzigartige, weiträumige Wiesenlandschaft des Naturschutzgebietes erstreckt sich über eine Länge und bis zu einem Kilometer Breite beidseits entlang des Flüsschens „Alte Elz“ unmittelbar an der süd-westlichen Gemarkungsgrenze auf den Gemarkungen Rust und Rheinhausen. Um die Erträge der Wiesen zu steigern wurden im 19. Jahrhundert – oft in Fronarbeit – großflächige Bewässerungssysteme angelegt. Mittels eines ausgeklügelten Systems aus Wassergräben, Wehren und Stellfallen wurden die Wiesen regelmäßig bewässert. Noch heute kann man im Naturschutzgebiet „Elzwiesen“ ein großflächiges Bewässerungssystem in voller Funktion erleben.

Mittlerweile steht die Wässerung für die Grundwasseranreicherung und vor allem für den Naturschutz im Vordergrund. Besonders während der Frühjahrswässerungen von Mitte März bis Anfang April finden sich zahlreiche Zug- und Watvögel an den Wasserflächen ein. Neben vielen regelmäßigen Durchzüglern wie Kampfläufer, Waldwasserläufer, Uferschnepfe, Kiebitze, findet auch der Charaktervogel der Elzwiesen, der große Brachvogel, hier das größte zusammenhängende Brutgebiet Südwestdeutschlands. Aber auch Störche, Graureiher, verschiedenste Enten- und Möwenarten suchen die Wasserflächen als bevorzugte Nahrungs- und Rastplätze auf. Insgesamt wurden in den Elzwiesen schon 175 Vogelarten beobachtet, davon ungefähr die Hälfe als Brutvögel.
 
Besucherhinweis:
Das Gebiet ist vor allem für Ornithologen überaus interessant. Die Elzwiesen bieten außerdem ein naturhaftes Wiesenlandschaftsbild, wie es in der Rheinebene nur noch selten anzutreffen ist.
Als wichtigste Verhaltensregel für Besucher gilt, das Gebiet außerhalb der Wege und Straßen nicht zu betreten.

Gemeinde Ringsheim

Rathausplatz 1
77975 Ringsheim

  07822-8939-0
  07822-8939-12

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag: 08:30 - 12:00 Uhr
Mittwoch: 16:00 - 18:00 Uhr